Feuerwehr Lauingen

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Gründung der Jugendfeuerwehr Lauingen

 

Als im Jahre 1963 der spätere Ortsbrandmeister Günther Holste und der damalige Stellvertretende Ortsbrandmeister Kurt Rosenthal die Jugendfeuerwehr in Lauingen als eine der ersten im Landkreis Helmstedt gründeten, konnten Jugendliche von 14 bis 18 Jahre Mitglied sein, heute von 10 bis 18 Jahre.

Es war keine Selbstverständlichkeit, denn es war Neuland und es gab keine Unterlagen oder Vorschriften, woran man sich hätte orientieren können. Im Feuerwehrschutzgesetz gab es noch keine Paraghraphen, der dieses regelte. Versicherungsmäßig war nichts geklärt und wie sollte die Uniform aussehen. Auch ausbildungstechnisch gab es keine Unterlagen, wie das heute eine Selbstverständlichkeit ist, alles musste erst ausgearbeitet werden. Wie sollte das mit den Führungskräften geregelt werden und wie sollten sie betitelt werden? Trotz aller Skepsis der umliegenden Orte ließen sich die Gründer nicht beirren und gingen den eingeschlagenen Weg weiter. Sie hatten damals schon erkannt, dass diese Mitglieder, wenn sie das Alter von 18 Jahren erreicht hatten, einmal in die Aktive-Wehr übertreten würden.

Dieser Gedanke kam später auch den meisten umliegenden Wehren, als in den Aktiven-Wehren das Personal knapp wurde, nur diesen waren die Lauinger voraus. Bei der Ausarbeitung von Ausbildungsrichtlinien setzte man sich dann zum Erfahrungsaustausch auch mit Orten in Verbindung, die schon eine Jugendfeuerwehr hatten.

Die Mitglieder der ersten Jugendfeuerwehr Lauingen waren:
Jürgen Niemann, Heinz Gebel, Herbert Franz, Günter Franz, Hans-Friedrich Müller, Klaus Rosenthal, Erich Schütte, Heinz Hartwig, Günter Müller, Hans-Hermann Graßhoff


Die Ausbildung gestaltete sich etwas anders als heute. Damals war das A und O die Feuerwehrtechnik und das alles an der damaligen TSA-8, welche noch in einem zweirädrigen Anhänger mit Menschenhand oder mit Zugfahrzeug bewegt werden musste. Letzteres galt natürlich nicht für die Jugendfeuerwehr, die musste noch auf Schusters Rappen die TSA-8 zum Sandberg bewegen. Der Weg dorthin war auch noch nicht asphaltiert, sondern es war ein reiner Sandweg.
Es wurde der erste Orientierungsmarsch auf Kreisebene durchgeführt, wobei die Lauinger Gruppe den ersten Platz erreichte und einen Pokal bekam. 
Als dann 1964 das Feuerschutzgesetz geändert und die Jugendfeuerwehr ein Bestandteil dieses Gesetzes wurde, entwickelten sich im Laufe der Jahre die Gesetze, Vorschriften und Vorschläge zur Ausbildung und Gestaltung der Gruppenabende. 
Die Jugendfeuerwehr Lauingen nahm dann ab 1970 an allen Zeltlagern  der Jugendfeuerwehren im In - und Ausland teil. Der Jugendfeuerwehrwart versuchte die Jugendlichen individuell zu beschäftigen, 1/3 Feuerwehrtechnik und Theorie mit dem Ziel der Leistungsspange, die höchste erstrebenswerte Auszeichnung der Jugendfeuerwehr. Diese ist eine Prüfung von Feuerwehrtechnik, Theorie und Sport. Danach kommt dann der Übertritt in die Aktive-Wehr. 
In der Jugendfeuerwehr wird nicht nur Feuerwehrtechnik geübt, sondern 2/3 des Dienstes ist allgemeine Jugendarbeit. Es wurde versucht, die Gruppenabende so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten und die Aktivitäten der Öffentlichkeit darzustellen. Es wurde gebastelt und Jahrelang am Nikolaustag ein Weihnachtsbasar ausgerichtet, der mit einem Theaterstück eröffnet wurde. Hier wurden diese Arbeiten dann während einer Kaffeetafel angeboten und verkauft.

Zur Zeit wird die Jugendfeuerwehr von Nico Bednarz und Timo Wild betreut. Die Gruppe besteht derzeit aus 6 Jugendlichen. Seit kurzem findet eine gute und enge Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Scheppau und Bornum statt.

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